Für viele Schülerinnen und Schüler gehört Mobbing heute zum Alltag. Sie müssen sich nahezu täglich mit psychischer Gewalt in unterschiedlichen Formen auseinandersetzen. Das Spektrum reicht von Hänseleien über Verleumdungen und Diffamierungen bis hin zu tätlichen Angriffen. Die Folgen für die Betroffenen sind immens. Depressionen, Schulangst, geringes Selbstwertgefühl und Selbstverletzungen können daraus resultieren. Das Städtische Gymnasium Gütersloh steuert mit einem nachhaltig angelegten, maßgeblich von der Bürgerstiftung geförderten Präventionsprojekts dagegen.
Gemeinsam gegen Gemeinheiten
In Kooperation mit den vom Bundesverband für Individual- und Erlebnispädagogik zertifizierten Trainern des in Bielefeld ansässigen, schon mehrfach ausgezeichneten Vereins „Helden e. V.“ stärkt das Schulsozialarbeiter-Team des Städtischen Gymnasiums zielgruppenorientiert die sensible Altersgruppe (11- 14 Jahre). Schwerpunktmäßig die Jahrgangsstufe 6. Durch das Projekt werden Zivilcourage und Achtsamkeit gefördert. Zusammen mit den Jugendlichen werden Konfliktlösungsstrategien und Handlungsalternativen erarbeitet. Die angestoßenen Prozesse werden von der Schulsozialarbeit und den Lehrkräften weiter vertieft.
Stufenweise zur Ich-Stärkung
Bereits im Jahrgang 5 gibt es ein erstes Deeskalationstraining. Im 6. Jahrgang werden die Themen gewaltfreie Kommunikation und Mobbing behandelt, damit die Jugendlichen mit neuem Wissen auf die höchst sensible Zeit im Jahrgang 7 vorbereitet sind. Dort wird vor allem auf die Ich-Stärkung geachtet – ergänzt durch geschlechtergetrennte Angebote: Für die Jungen wird ein Kampfesspiele-Projekt durchgeführt. Die Mädchen nehmen an einem Selbstbehauptungskursus teil.
Die Förderer
Bürgerstiftung Gütersloh
Kreis Gütersloh Gewaltpräventions-Netzwerk
Schulverein des Städtischen Gymnasiums